News Diablo III: Eternal Collection erscheint für Nintendo Switch

Diablo III: Eternal Collection erscheint für Nintendo Switch

Wie Diablo 3 am 2. November 2018 portabel wurde - mit voller Switch-Power, Vierer-Koop und exklusiven Zelda-Inhalten.

Sanktuario in der Hosentasche

Am 2. November 2018 erschien die Diablo III: Eternal Collection für die Nintendo Switch - und markierte einen besonderen Meilenstein in der Geschichte des Spiels: Zum ersten Mal ließ sich das vollständige Diablo-3-Erlebnis komplett unterwegs spielen. Wo Spieler zuvor an PC, Mac, PlayStation oder Xbox gebunden waren, passte Sanktuario nun in die Hosentasche. Der ewige Kampf gegen die Brennenden Höllen wartete nicht mehr daheim am Bildschirm, sondern in der Bahn, im Wartezimmer oder auf der Couch.

Die Portierung war zudem ein Novum für Blizzard selbst: Es war das erste Mal seit vielen Jahren, dass ein großer Blizzard-Titel auf einer Nintendo-Plattform erschien - ein Schritt, der bei seiner offiziellen Enthüllung am 16. August 2018 für erhebliches Aufsehen sorgte. Für ein Studio, das seine Spiele traditionell auf PC und die großen Wettbewerber-Konsolen ausgerichtet hatte, war die Switch-Veröffentlichung ein klares Signal: Diablo 3 sollte überall hin, wo Spieler sein wollten.

Voller Funktionsumfang ohne Kompromisse

Die Eternal Collection war dabei keine abgespeckte Portierung, sondern die definitive Fassung des Spiels. Sie bündelt das Grundspiel Diablo III, die Erweiterung Reaper of Souls und das Paket Rise of the Necromancer - und damit jedes größere Feature und Update, das Diablo 3 bis dahin erhalten hatte. Alle sieben Klassen stehen von Beginn an zur Verfügung: Barbar, Kreuzritter, Dämonenjäger, Mönch, Totenbeschwörer, Hexendoktor und Zauberer.

Diablo 3

Neben Kampagne und Akt-Storyline bringt die Switch-Version den kompletten Endgame-Loop mit, der Diablo 3 jahrelang am Leben hielt:

  • Abenteuermodus mit Kopfgeldern und freier Aktreise
  • Nephalemportale und die endlosen, gestaffelten Großen Portale
  • Saisons samt frischer Ladder, exklusiver Belohnungen und Saison-Reise
  • Paragon-Level für unbegrenztes Charakterwachstum
  • Kanais Würfel zum Extrahieren legendärer Kräfte
Damit war die Switch-Fassung funktional auf Augenhöhe mit den anderen Konsolenversionen - kein Zweitklasse-Port, sondern vollwertiges Diablo 3. Wer bereits auf PC oder anderen Konsolen gespielt hatte, fand jedes vertraute System wieder; Neueinsteiger bekamen das komplette Paket ohne nachträgliche Käufe oder Season-Pässe.

Die Eternal Collection enthält von Haus aus den Totenbeschwörer aus dem Rise of the Necromancer-Paket - eine Klasse, die PC- und Altkonsolen-Spieler ursprünglich separat erwerben mussten.

Diablo 3 im Detail: Vom Sorgenkind zum Endgame-Liebling

Um die Bedeutung der Switch-Fassung zu verstehen, lohnt ein Blick auf die Geschichte des Spiels. Diablo 3 startete 2012 mit einem umstrittenen Auktionshaus und einem starr linearen Loot-System, das bei vielen Fans für Frust sorgte. Erst die Erweiterung Reaper of Souls (2014) drehte das Spiel um: Sie strich das Auktionshaus, führte mit Loot 2.0 ein deutlich befriedigenderes Beutesystem ein, ergänzte Akt V rund um den gefallenen Engel Malthael und schuf mit dem Abenteuermodus den endlosen Spielfluss aus Kopfgeldern und Portalen.

Genau diese gereifte, jahrelang verfeinerte Version landete 2018 auf der Switch. Spieler bekamen also nicht das holprige Diablo 3 von 2012, sondern die runde Endgame-Maschine, die durch zahllose Patches, neue legendäre Gegenstände, Kanais Würfel und das Paragon-System zu einem der zugänglichsten Action-Rollenspiele überhaupt geworden war. Für eine Handheld-Konsole, die von kurzen wie langen Sessions lebt, war dieser Loop ideal: ein paar Minuten ein Nephalemportal, eine halbe Stunde ein Großes Portal, ein ganzer Abend Saison-Reise.

Handheld, TV und Tabletop

Die größte Stärke der Switch spielte das Spiel voll aus: die Flexibilität der Hardware. Die Eternal Collection unterstützt sowohl den Handheld-Modus für unterwegs als auch den TV-Modus im Dock am großen Bildschirm. Technisch lief das Spiel dabei erstaunlich sauber - im Dock mit bis zu 960p bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde, im Handheld-Modus mit 720p, ebenfalls bei 60 FPS. Gerade die konstante Bildrate war entscheidend, denn das hektische Massengemetzel von Diablo 3 lebt von flüssigen Reaktionen.

Koop für jede Gelegenheit

Besonders gesellig wird es im lokalen Mehrspieler: Bis zu vier Helden können gemeinsam auf einer einzigen Konsole durch Sanktuario ziehen. Die Switch-Fassung bot dabei eine bemerkenswerte Bandbreite an Spielkonstellationen:

  • Bis zu vier Spieler an einer Switch mit vier verbundenen Controllern - inklusive der Möglichkeit, je mit einem einzelnen Joy-Con loszulegen.
  • Bis zu vier eigene Switch-Konsolen, die kabellos lokal miteinander vernetzt werden.
  • Online-Koop über Nintendo Switch Online für das Spiel mit Freunden in der Ferne.
Im Tabletop-Modus lässt sich die Switch aufstellen und mit mehreren Joy-Con-Controllern völlig kabellos im Koop spielen - ideal für spontane Dämonenjagden zu viert, ganz ohne zusätzliches Equipment.

So verbindet die Fassung klassisches Couch-Coop-Gefühl mit moderner Online-Vernetzung. Kaum eine andere Plattform bot 2018 diese Mischung aus echtem Splitscreen-Erbe und mobiler Spontaneität in einem einzigen Gerät.

Ein Gruß nach Hyrule

Als exklusiven Anreiz für Switch-Spieler schnürte Blizzard ein Paket mit Inhalten aus The Legend of Zelda. Diese Crossover-Boni gab es nirgendwo sonst:

  • das kosmetische Transmogrifikations-Set "The Legend of Ganondorf", das den Charakter wie den König der Schurken aus Hyrule aussehen lässt
  • einen Triforce-Portraitrahmen
  • die kosmetischen Flügel "Echoes of the Mask", deren Design an die ikonische Majoras Maske angelehnt ist
  • einen niedlichen Cucco-Begleiter, der dem Helden durch Sanktuario folgt
Dieser augenzwinkernde Brückenschlag zwischen zwei ikonischen Fantasy-Welten unterstrich, dass die Switch-Version eine eigenständige, liebevoll abgestimmte Edition war. Passend dazu legte Blizzard sogar ein im Diablo-Look gehaltenes Switch-Bundle auf, das Konsole und Spiel thematisch zusammenbrachte.

Ein Cucco in Sanktuario und Ganondorfs Rüstung auf einem Nephalem - selten trafen zwei Welten so charmant aufeinander.

Starker Empfang und Verkaufszahlen

Der Markt belohnte die Mühe: Bereits in den ersten beiden Verkaufstagen setzte die Switch-Fassung im Handel rund 125.000 Einheiten ab, mit besonders starkem Absatz in den USA. Auch die Kritik reagierte überzeugt - mit einem Metacritic-Wertungsschnitt von rund 88 Punkten zählte die Switch-Version zu den am besten bewerteten Diablo-3-Fassungen überhaupt. Tester lobten vor allem die saubere Performance, die Portabilität und die unkomplizierten Koop-Optionen.

Warum das wichtig war

Die Veröffentlichung auf der Switch verlängerte die Lebensdauer von Diablo 3 spürbar und erschloss eine völlig neue Spielerschaft. Mobile Spielbarkeit, lokaler Vierer-Koop und die exklusiven Zelda-Inhalte machten Diablo 3 zum idealen Reise- und Couch-Begleiter für jeden Nephalem - sechs Jahre nach dem ursprünglichen PC-Release. Für viele Switch-Besitzer war dies sogar der erste Kontakt mit der Reihe überhaupt, und die Fassung bewies eindrucksvoll, dass sich tiefes Action-Rollenspiel und der Pick-up-and-play-Charakter der Switch hervorragend ergänzen.

Darüber hinaus war der Port ein wichtiger strategischer Schritt: Er zeigte, dass Blizzard bereit war, seine Marken auf Nintendo-Hardware zu bringen, und ebnete den Weg dafür, dass Diablo 3 noch viele weitere Saisons lang auch abseits von PC und großen Konsolen frische Spieler fand. Bis heute gilt die Switch-Eternal-Collection als eine der gelungensten Heimat-für-unterwegs-Umsetzungen des Genres - ein Beweis, dass die endlose Jagd nach Beute überall funktioniert, wo man die Switch gerade dabei hat.

Quelle: Blizzard Entertainment

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